3 Monate in denen ich nur noch funktionierte, eigentlich waren es schon die letzten 7 Jahre, seit der Diagnose ,,bösartig gestreutes Nierenkarzinom.‘‘ 
Nun begann mein Leben in ständiger Angst, Angst davor meinen Vater zu verlieren, Angst Fehler zu machen, Angst nicht genug Kraft zu haben und daran zu zerbrechen…

Ich bin examinierte Pflegefachkraft und Pflegedienstleitung. Das Wissen welches ich durch meinen beruflichen Werdegang habe, machte es mir eigentlich nur schwerer. Denn ich wusste was alles passieren kann und vor allem weiß ich, wie es hinter den Kulissen aussieht, dass keine Zeit mehr für die Beobachtung der kranken Menschen bleibt usw. 
Jede freie Minute die ich nur opfern konnte, opferte ich nun um mein Wissen zu erweitern, um zu suchen wie ich meinen Vater am besten helfen kann – kann man ihn vielleicht heilen? Gibt es andere Optionen, vielleicht außerhalb Deutschlands???

Im Krankenhaus (auf Arbeit 2012) fiel mir besonders auf, dass sich immer mehr resistente Keime ausbreiten. Innerlich stellte ich mir viele Fragen und so begann ich die Ärzte mit meinen Fragen zu konfrontieren. Wo kommen die alle her? Warum sind es alles verschiedene Keime? Warum diese Astronauten-Kleidung? Warum immer ESBL? Fragen über Fragen, eine befriedigende Antwort die meine kindliche Neugier stillte habe ich nie erhalten. 

Also begann ich mich selbst auf die Suche zu machen. Welch Wunder, es ist bzw war 2012 und ich besitze Internet, wie geil ist das denn! Quellen und Studien vom Robert Koch Institut und der Weltgesundheitsorganisation waren nun meine Freizeitbeschäftigung. Meine Angst wurde immer größer, dass mein an Krebs erkrankter Vater nun auch noch solche Keime bekommt. Oh Gott, welch Horror-Vorstellung. Gott sei dank war mein Vater fast nie beim Arzt und lehnte die Chemotherapie ab! 6 Jahre später erklärte uns der Onkologe, dass eine Chemo bei Nierenkrebs eh völlig sinnlos ist. Da frage ich mich, warum wirklich jedes Krankenhaus und jeder Arzt versucht hat, ihm eine Behandlung schmackhaft zu machen. Zum Glück wollte mein Vater von sich aus und grundsätzlich keine Chemo, durch Oma hatten wir so unsere Erfahrungen! 
Im Internet, auf der Suche nach Antworten stieß ich dann auf die Studie ESBL und MRSA in der Nutztierhaltung, im Fleisch, in unserem Käse, in Eiern und Milch, kurz gesagt
……SCHOCK ……

Nun steh ich hier mit lauter Informationen die sich schlimmer anhören, als ein Horrorfilm!
Laut dem Robert Koch Institut befinden sich diese resistenten Keime sogar in der Luft, in einem bestimmten Umkreis, vor den Mastanlagen. 
Erzählte ich jemanden voller Euphorie und sorge über mein Wissen, so wurde ich oft belächelt, ignoriert, für krank erklärt oder es folgten Sprüche wie: ,, ist aber lecker und man hat es schon immer gegessen!!!“
Manchmal, eigentlich fast immer spürt man einfach nur diese Blicke. Die einen mit ihrer Negativität fast ersticken lassen!!!

Ich entschied mich ohne weitere Frage von einen auf den anderen Tag vegan zu leben (vor 6 Jahren und 9 Monaten), meine vegane Freundin brachte mich auch etwas dazu. Für ihre missionierende Art bin ich heute der dankbarste Mensch.
Selbstverständlich stellte ich mir die Frage:,,Warum schütten wir tonnenweise Antibiotikum und nicht nur das, sogar Reserve-Antibiotikum in die Tierhaltung?“
Ich sah mir also lauter Videos über unsere Landwirtschaft und Tierhaltung an und jedes Mal brach in mir eine ganze Welt zusammen. Oft brach ich in Tränen aus und die Kehle schnürte sich zu und das Atmen fiel mir schwer, wie können wir so etwas tun, so grausam sein und das alles ignorieren????? Die Hölle auf Erden!!!! So schlimm, dass fühlende Tiere die schon als Babys oder Jugendliche so gemästet werden, dass sie schon in jungen Jahren/Tagen getötet werden und dieses ,,krass“ verkürzte leben, nicht mal überleben würden, denn so grauenvoll ist diese Haltung! 
Noch im gleichen Atemzug, schossen mir lauter Bilder der Patienten in den Kopf, vom Unterricht in Medizin, von Amputationen bis hin zum Tod der Patienten, durch diese Keime.

Keime die fast in jedem Fleischstück stecken. 
Ich sehe mich morgens bei der Arbeit und bereite einen Frühstücksteller vor. Gemüse und Obst welches gesunde Vitamine hat finde ich nicht. Nur Wurst und Käse, wo auch solche Keime drin stecken.
Bei Patienten die mit diesen Keimen infiziert sind, muss ich vor der Behandlung eine Kopfhaube, Mundschutz, Handschuhe und einen Kittel anziehen, aber bei dem Fleisch, hier auf dem Teller, im Kühlschrank usw. das ist völlig unsichtbar!!!!!

Fragen hierzu kann auch niemand beantworten, man hat es halt schon immer gegessen und es ist lecker. Im medizinischen Unterricht fiel als Risikofaktor zu fast jeder Erkrankung = gesättigte Fettsäuren, schön nett umschrieben, dass man bloß keine Verbindung aufbaut, zu dem was es ist. Tierisches Fett !!!!!!!!
Seit 6,9 Jahren versuche ich alles um die Menschen von der Wahrheit zu überzeugen, denn mir ist bewusst, dass wir gerade unsere einzige Waffe gegen Bakterien verlieren und das nur weil es lecker ist. 

Meine Familie hat auch immer weniger Fleisch gegessen und Papas sog. Werte wurden auch deutlich besser. Da der Tumor bereits gestreut hatte, kam es in den letzten Jahren zu zahlreichen Operationen, die mein Vater aber immer Problemlos überstand. Ich hatte jedes Mal Todesängste, dass man ihn mit Keimen infizierte und so desinfizierte ich immer das komplette Zimmer, Lichtschalter, das Bett, die Türklinke, einfach alles und bis zu diesem Jahre, klappte es auch immer gut.

Im März diesen Jahres, hatte mein Papa von den einen auf den anderen Tag so heftige Schmerzen, dass er sich selbst in das Auto setzte und ins Krankenhaus fuhr. Irgendwie war diesmal alles anders und ich hatte so große Angst vor dem was kommen wird, wie nie zu vor. Ich hatte geahnt was passiert, dass ich diesmal machtlos sein werde. 
Die Ärzte begannen Opiate zu verabreichen, welche als Nebenwirkung immer Stuhlgang Probleme verursachen, deshalb sprach ich diese Probleme immer und immer wieder an. Heute Tag 1 kein Stuhl, Tag 2 kein Stuhl….

Fortsetzung folgt 
Ende Teil 1

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